Patientenausweis

Vorsicht bei kostenlosen Ausweisen: der RICHTIGE Patientenausweis & die richtige Dosierungsanweisung ist entscheidend.

Im Internet gibt es immer mehr Patientenausweise zum Ausdrucken oder zu bestellen.

Die meisten beachten aber nicht die aktuelle Gesetzeslage und sind – wenn auch unbewusst - nicht auf einen positiven Ausgang einer Polizeikontrolle ausgelegt.

Hier eine Übersicht bekannter Gefahren:

A) Illegale Bezugsquellen

B) Überkonsumierung

C) Falsche Formulierungen

D) Veraltete THC-Angaben

E) Datenerhebung und Weitergabe – der gläserne Patient

F) Der richtige Ausweis – meine Empfehlung

Die richtige Kombination aus Patientenausweis UND Dosierungsanweisung ist entscheidend, da die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage der Abgeordneten Frank Tempel, Ulla Jelpke, Jan Korte, Dr. Petra Sitte und der Fraktion DIE LINKE in der Drucksache 1811485 explizit geschrieben hat, dass:

Zitat Bundessregierung

„Den Cannabispatientinnen und -patienten droht keine Sanktionierung gemäß § 24a Absatz 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), wenn Cannabis aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.“

Die bestimmungsgemäße Einnahme ist im Alltag bei einer Polizeikontrolle der ausschlaggebende Punkt, welcher die Situation ganze schnell zum Fahren unter BTM werden lassen kann.

Zu Erklärung: nur, weil man Cannabis Medizin auf Rezept von einem Arzt verschrieben bekommt, ist dies noch lange kein Freifahrtschein.

Der ärztliche Schutz der Cannabis Patienten greift nur,

1) bei der Einnahme der explizit verschriebenen Sorte der Cannabis Medizin 2) und nur, wenn Sie diese innerhalb der Dosierungsanweisung konsumieren

A) Illegale Bezugsquellen

Im Klartext bedeutet das, sollte man als Cannabis Patient zwecks Lieferengpässen anderweitig sich Cannabis besorgen und konsumieren, ist der Erwerb und der Konsum illegal und somit auch die Teilnahme am Straßenverkehr.

B) Überkonsumierung

Der Konsum bzw. die Teilnahme am Straßenverkehr ist nur dann legal, wenn Sie innerhalb und nicht über die vorgeschriebene Dosierung konsumiert. Bekommt man also 1g pro Tag Cannabis Blüten zur Vaporisation verschrieben, sollte man sich auch strikt daran halten und auch nicht mehr als verordnet konsumieren. Wer mehr als verschrieben konsumiert bewegt sich wieder außerhalb der ärztlich verordneten Medikation und der Patientenschutz greift nicht mehr.

Denn genau das kontrolliert die Polizei bei Verkehrskontrollen um einen Missbrauch zu vermeiden. Ein Urintest kann schnell Auskunft über das Konsumverhalten geben.

Ob man zu viel konsumiert hat oder andere Sorten als verschrieben zu sich genommen hat, kann man beides über eine Urinanalyse in Erfahrung bringen!

Bei Verdacht das ein Cannabis-Patient mehr konsumiert als ärztlich verordnet, kann der Polizist die Weiterfahrt auch hier vorerst untersagen und Sie mit auf die Wache zur genaueren Überprüfung nehmen.

C) Falsche Formulierungen

Des Weiteren häufen sich Vorfälle, das Dosierungsanweisungen im Internet kursieren, welche eine „Tagesdosis“ angeben. In der Ärzte-Welt steht Tagesdosis in der Regel für „die Einnahme innerhalb von 24 Stunden“, in der Alltags Praxis berichten verzweifelte Patienten, dass Sie in der Nacht bei einer Kontrolle ebenfalls mit aufs Revier mussten, da der Polizeibeamte die Meinung vertreten hatte, dass es einen eindeutigen unterschied zwischen Tag oder Nacht gibt und in der Dosierungsanweisung eindeutig die Einnahme am Tag verschrieben wurde und nicht z.B. 23 Uhr nachts.

D) Veraltete THC-Angaben

Die meisten Vorlagen von Patientenausweisen sind noch aus Zeiten, wo man Cannabis nur mit Ausnahmegenehmigung verschrieben bekommen hat. Zum damaligen Zeitpunkt hatte z.B. die Medizinische Cannabis Sorte „Houndstooth“ eine THC-Gehalt von ca. 13%. Mittlerweile hat die Sorte „Houndstooth“ aber einen THC-gehalt von über 20%. Auch diese Differenz von ca. 7% THC kann bei einem Urintest zu unschönen Situationen führen, wenn laut Dosierungsanweisung eine Cannabis Sorte mit nur 13% THC-Gehalt verschieben wurde.

E) Halbherzigkeit, Datenerhebung und Weitergabe – der gläserne Patient

Die Firma cannamedical bietet nun auch einen Patientenausweis an, welcher in meinen Augen verantwortungslos ist! Zugegeben, die kleine Karte ist schön anzuschauen. Die wichtigen Kriterien wie der verordnete Arzt, die Dosierungsanweisung oder die die Mengenangabe fehlen auf diesem Ausweis komplett. Es wird lediglich der Patient, die verschriebene Sorte und die Apotheke genannt, welche den Ausweis ausgestellt hat. Spätestens wenn diese mal nicht liefern kann und man das Medizinische Cannabis aus einer anderen Apotheke bezieht, ist der ganze Ausweis in seiner Aufmachung hinfällig. Dieser Ausweis ist letzten Endes in meinen Augen mit einem Kassenbong der Apotheke zu vergleichen. Mehr aber auch nicht. Einen umfassenden Schutz, wie wir Ärzte es uns für unsere Patienten wünschen, bietet dieser Ausweis auf keinen Fall. Im selben Schritt wird im Antragsformular des Ausweises darauf hingewiesen das:

„…Pharma GmbH meine Daten (Personendaten, Angaben zum Konsumverhalten) zu Marktforschungszwecken speichern und nutzen darf. Dies beinhaltet auch eine Weitergabe der Daten an Studien- partner, bspw. Universitäten und Partnerunternehmen, und eine entsprechende Nutzung durch diese.“

Quelle: Anmelde-PDF-Cannamedical

Ich sehe schon „die Gelben Seiten über Cannabis Patienten“ oder eine Google Map vor mir, auf denen alle Patienten mit Namen, Adresse und Konsumverhalten protokolliert wurden.

Hier wird in meinen Augen ganz klar eine Grenze überschritten. Heut zu tage kann doch jeder ein „Partnerunternehmen“ werden.

Man wird das Gefühl nicht los, dass die Aufmachung des Ausweises und der direkte Vertrieb über die Apotheken einzig und allein als Datenkrake dienen soll um zeitnah den gläsernen Patienten zubekommen. Und eben nicht das der Patientenschutz bei diesem Projekt im Vordergrund stand.

F) Der richtige Ausweis – meine Empfehlung

Ich empfähle meinen Patienten aus Bayern den Patientenausweis von Cannabis-Ausweis.de.

Dieser Patientenausweis wurde von einer Gruppe bestehend aus Spezialisten wie Anwälten, Polizisten, Patienten und Ärzten erstellt welche alle relevanten Daten in einem kleinen Ausweis zusammengefasst haben, um für einen wirklichen Patientenschutz und keine Kriminalisierung durch einen fehlerhaften Ausweis zu schaffen.

Dieser Ausweis ist der mir einzig bekannte, welcher von einem Spezialisten-Team erstellt wurden und welcher Patientenausweis und Dosieranweisung in einem ist.

Unter Cannabis-Ausweis.de kann man sich einen hochwertigen Cannabis-Ausweis in der handlichen Größe einer KFZ-Zulassung für einen kleinen Unkostenbeitrag bestellen, welcher man auf Wunsch sogar schon fertig bedruckt und ausgefüllt zugeschickt bekommt, sodass der behandelnde Arzt nur noch unterschreiben muss.

Somit ist auch ein unvollständiges oder falsches Ausfüllen des Ausweises durch den behandelnden Arzt ausgeschlossen.

Wenn Sie unangenehme Diskussionen und Umwege auf ein Revier vermieden wollen, sollten Sie nicht an der falschen Stelle sparen, ich empeähle den bedruckte Patientenausweis von Cannabis-Ausweis.de. Diese Variante kommt wesentlich seröser als ein zwei handschriftlich ausgefüllte A4 Blätter.